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VSN Analyse

Definition & Geschichte

Die VNS Analyse misst über die Herzfrequenzvariabilität (HRV) das vegetative Nervensystem.

Die VNS Analyse zeigt einfach, schnell und weltweit wissenschaftlich anerkannt wie unser vegetatives Nervensystem (VNS) reguliert und funktioniert. Das VNS mit seinen beiden Hauptnerven Sympathikus und Parasympathikus, auch Vagus genannt, ist eine übergeordnete Steuerzentrale im Körper, welche untergeordnete Prozesse und alle Vitalfunktionen wie  Blutdruck, Atmung, Herzfrequenz, Immun-, Hormon- und Verdauungssystem, Energiebereitstellung usw. steuert und reguliert.

Die Logik der VNS Analyse

Wenn ein übergeordnetes System untergeordnete Systeme steuert und reguliert, ist der Funktionszustand des übergeordneten Systems der wichtigste diagnostische Parameter.

Einleitung VNS Analyse

Das Herz rückt bei der VNS Analyse in den Mittelpunkt. Da es direkt von Sympathikus und Parasympathikus über das Reizleitungssystem gesteuert wird, dient es bei der VNS Analyse als Erfolgsorgan um das vegetative Nervensystem zu messen.
Da vom Sympathikus und Parasympathikus innere und äußere Reize registriert und verarbeitet werden, folgen sinnvolle Reaktionen (Regulation) um den Organismus bestmöglich auf die aktuellen Bedürfnisse vorzubereiten (z.B. akute Gefahr = Energiebereitstellung).
Eine Störung des VNS mit überaktivem Sympathikus und hypoaktivem Parasympathikus wird physiologisch und zwangsläufig zu einer geänderten Erregung des Herzens führen. Dadurch wird die Herzfrequenzvariabilität (Abstand von Herzschlag zu Herzschlag) entsprechend verändert und ist somit messbar!

Der chinesische Arzt Wang Shu-he dokumentierte dies in seinen Schriften „Mai Ching“/“The Knowledge of Pulse Diagnosis“ (heute ein „Puls-Klassiker“). Er schrieb einen Satz nieder, der in der heutigen Zeit vielfach zitiert wird:

Wenn der Herzschlag so regelmäßig wie das Klopfen des Spechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben.

Weitere Meilensteine der VNS-Analyse / HRV-Analyse

 

  • 1891– Müller zeigt bei Herzkranken geringeren Anstieg der HF auf Atropin
  • 1927 – Winterberg und Wenkelbach beschreiben die respiratorische Sinusarrhythmie
  • 1965 – Hon und Lee beschreiben Veränderungen der RR-Intervalle beim „fetal distress“
  • 1972 – Hinkel et al. zeigen erhötes Herztodrisiko bei reduzierter respiratorischer Sinnusarrhythmie
  • 1978 – Wolf et al. beschreiben Zusammenhang zwischen HRV und Infarktmortalität
  • 1981 – (Akselrod et al. 1981) „Die Spektralanalyse der HRV ist bedeutsam als nicht-invasive, quantitative Kenngröße der Funktionalität kardiovaskulärer Regelkreise
  • 1990 – Die HRV Analyse findet Eingang in die klinische Kardiologie und Diabetologie
  • 2000 – Die HRV wird Bestandteil der Risikostratifikation für den plötzlichen Herztod
  • 2007 – Die Commit GmbH wird gegründet und entwickelt die VNS Analyse
  • 2010 – Die HRV Analyse wird in das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien im Bereich Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter aufgenommen
  • 2016 – Die internationale Gesellschaft für autonome Funktionsdiagnostik und Regulationsmedizin e.V., kurz IGAF, wird gegründet

Der Wissenschaftler v. Hering prohezeite 1925:

„Die weise Benutzung des vegetativen Systems wird einmal den Hauptteil der ärztlichen Kunst ausmachen.“

Dr. Johann Diederich Hahn-Godeffroy:

„Das Vegetativum, die Balance aus Anspannung und Entspannung, harmonisch in der Waage zu halten, bedeutet: Lebenskunst.“

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